Gesamtbetriebsausschuss der MPG für Tagung am MPL
Aus neun Max-Planck-Instituten waren die Mitglieder des Gesamtbetriebsausschusses (GBR) der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) für eine zweitätige Tagung an das Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts (MPL) gereist. Diese Gelegenheit wollten Wissenschaftler*innen nicht ungenutzt wissen, um den Tagungsteilnehmer*innen die Grundlagenforschung am MPL vorzustellen und in institutsübergreifenden Austausch zu treten.
In einer Klausursitzung stellte der Gesamtbetriebsausschuss der MPG seinen Jahresbericht 2024 zusammen und entwickelte die Jahresplanung 2025. Um den Gästen aber nicht nur den räumlichen Rahmen für eine Tagung am MPL zu bieten, durften die GBR-Mitglieder anschließend auf eine Reise durch das Institut gehen und sich dabei im Labor der kleinsten möglichen Temperatur annähern. Denn dort stellte Dr. Tobias Utikal, Senior Researcher in der Abteilung Nanooptik von MPL-Direktor Vahid Sandoghdar, vor, wie optische Eigenschaften einzelner Moleküle untersucht werden: In einem speziell dafür angefertigten Mikroskop müssen die Proben dazu bis auf ein Hundertstel Grad an den absoluten Temperaturnullpunkt abgekühlt werden.
Nach der Tour an den wahrscheinlich kältesten Ort Mittelfrankens kam es zwischen den in verschiedensten Fachbereichen tätigen GBR-Teilnehmer*innen und Wissenschaftler*innen am MPL zu regem Gedankenaustausch und weiteren Fragen. Diese führten kurzerhand dazu, dass auch die Technologieentwicklungs- und Serviceeinheit (TDSU) für Nanofabrikation ihre Türen öffnete. Abteilungsleiterin Dr. Irina Harder zeigte den Gästen dabei die technischen Möglichkeiten vor Ort - vor allem den Bereich der Rasterelektronenmikroskopie und die Focused Ion Beam Anlagen. Die Technologie der TDSU wird für die Fertigung von Nanostrukturen aus dem optischen oder photonischen Bereich genutzt, wie beispielsweise Integrierte Photonik, photonische Kristalle, diffraktive und refraktive Mikrooptik und optische Spezialbeschichtungen.
Von Edda Fischer, Abteilungsleiterin Kommunikation, und Christoph Dormeier, Abteilungsleiter Front Office und Meeting Management, durch das Gebäude geführt, lernten die Besucher*innen zudem die architektonischen und infrastrukturellen Grundlagen kennen, die Grundlagenforschung am MPL möglich machen.