Im Dienst der Wissenschaft, im Dienst der Wirtschaft: IHK informiert sich über Grundlagenforschung

Spitzenforschung benötigt ein starkes Netzwerk mit Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Gesellschaft. Umgekehrt ist Wissenschaftstransfer eine zentrale Aufgabe für jede Forscherin und jeden Forscher. Dass Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung unabdingbare Innovationstreiber für den industriellen Fortschritt sind, macht die Annäherung zwischen dem Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts (MPL) und der IHK Nürnberg für Mittelfranken zu einem nur denklogischen Schritt. Im April besuchte die IHK Mittelfranken das Forschungsinstitut in unterschiedlicher Besetzung um sich zu informieren und die Kontakte zu intensivieren.

IHK-Präsident Mittelfranken, Dr. Armin Zitzmann besuchte das MPL zum Gespräch mit dem Geschäftsführenden Direktor Prof. Florian Marquardt – und erlebte beim anschließenden Rundgang durch das Institut, wie Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt Grundlagenforschung zur Physik des Lichts auf Spitzenniveau in Erlangen betreiben. Begleitet wurde Zitzmann von Prof. Siegfried Balleis, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Erlangen, und Peter Steger, der über Jahrzehnte Städtepartnerschaftsbeauftragter Erlangens war. 

Der „Faktenwalk“ durch das Gebäude führte die Gruppe von der Dachterrasse mit Blick über die Metropolregion und ihre ansässigen Institutionen und Unternehmen bis in den Kellertrakt mit erschütterungs- und temperaturstabilen Forschungslaboren. Dabei erfuhren die Gäste Wissenswertes über das MPL, beispielsweise über die baulichen Besonderheiten, die das Institut für den Wissenschaftsbetrieb erfüllen muss, aber auch wie international und divers die wissenschaftliche Gemeinschaft am MPL zusammengesetzt ist. 

Besonderes Interesse weckte der Heliumverflüssiger: Flüssiges Helium ist für viele Experimente der Quantenphysik unentbehrlich. Mit der eigenen Verflüssigungsanlage macht sich das MPL in der Versorgung mit diesem Rohstoff unabhängiger und setzt zugleich auf mehr Nachhaltigkeit im Forschungsbetrieb. Weitere Stationen des Rundgangs führten zur Technologie der photonischen Glasfasern und zum Kryostaten, der Einblicke in die experimentelle Arbeit bei extremen Tieftemperaturen gewährte.

Wenige Tage später tagte das IHK-Gremium Erlangen mit ihrem Vorsitzenden Johannes Hofmann am MPL und durchquerte das Institut auf demselben Weg. Zudem lernte sie im vorangegangenen Vortrag, der ebenfalls von Prof. Marquardt gehalten wurde, den ›Verein der Freunde und Ehemaligen des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts e.V.‹ kennen, der gegründet wurde, um genau diese Vernetzung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. 

Die Gremiumsmitglieder ergriffen die Chance: Der MPL-Förderverein darf zwei neue Mitglieder begrüßen.

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