Sommerevent mit Jubiläum: MPL feiert 10 Jahre Institutsgebäude in der Staudtstraße
Eine Einladung zum Austausch: Am 9. Juli hieß der ›Verein der Freunde und Ehemaligen des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts e. V.‹ alle Interessierten herzlich willkommen beim Sommerevent. Für die Teilnehmer*innen bedeutete das spannende Einblicke in die Forschungsarbeit vor Ort.
Anlass für die Veranstaltung war das zehnjährige Jubiläum des Institutsgebäudes in der Staudtstraße 2, das 2016 fertiggestellt wurde. Prof. Vahid Sandoghdar, geschäftsführender Direktor am MPL, begrüßte die Gäste mit einer Filmszene aus dem Dokumentarfilm ›Tracing Light – Die Magie des Lichts‹. Er führte dann durch die physikalische Geschichte des Lichts, mit der sich über die Jahrhunderte namhafte Physiker beschäftigt hatten, darunter Newton, Maxwell und Planck. Dabei haben sie stetig die Grenzen des wissenschaftlichen Horizonts verschoben. Genau das ist auch das Ziel des MPL: die Physik des Lichts mit neuen Forschungserkenntnissen immer besser zu verstehen. Sandoghdar führte anschließend durch die zehnjährige Geschichte des Institutsgebäudes und die zahlreichen Erfolge, die das MPL zu einem international anerkannten ›Powerhouse‹ auf dem Gebiet der Lichtforschung gemacht haben.
Im Anschluss sprach Prof. Christoph Marquardt über die hochaktuelle Entwicklung von Quantencomputern und Quantenverschlüsselung. Die Fähigkeit von Quantencomputern einige hochkomplexe mathematische Probleme aus der Kryptografie schnell zu lösen stellt die Datensicherheit vor enorme Herausforderungen. Marquardt stellte in seinem Keynote-Vortrag den Ansatz der Quantenkryptographie vor, den er mit seiner Forschungsgruppe verfolgt. Die Umstellung auf eine quantensichere Verschlüsselung wird zahlreiche Lebensbereiche betreffen – von der Telekommunikationsinfrastruktur bis zu Banktransfers.
Tour durch die Labore mit faszinierenden Einblicken in die Forschung
Bei einer Führung durch das Gebäude und die Labore lernten die Gäste das Institut hautnah kennen. Dr. Michael Frosz, Leiter der TDSU ›Faserherstellung und Glasstudio‹ am MPL, zeigte beispielsweise, wie optische Glasfasern mit mikroskopisch kleinen Luftkanälen hergestellt werden können, die sich über ihre gesamte Länge erstrecken. Dadurch lassen sich die Eigenschaften des geführten Lichts auf völlig neue Weise gezielt beeinflussen. Markus Lippl brachte den Besucherinnen und Besuchern näher, wie diese optischen Glasfasern in den Laboren zur Anwendung kommen. Unter anderem nutzen die Forschenden Fasern mit hohlem Kern, die mit Gas gefüllt werden können, um unterschiedliche Effekte erforschen zu können.