Vernetzung und Nachwuchsförderung: Zwei Symposien im Juli am MPZPM
Im Juli fanden am Max-Planck-Zentrum für Physik und Medizin (MPZPM) gleich zwei bedeutende Symposien für Biophysik-Forschende statt: die ›Paris Week‹ und ›Physics meets Medicine‹. Während es bei der Paris Week um engere fachliche Zusammenarbeit und die Verknüpfung mehrerer Forschungsstandorte ging, ermöglichte Physics meets Medicine wissenschaftlichen Diskurs zwischen jungen Talenten aus der ganzen Welt. Im Fokus stand die Chance auf eine Position als Forschungsgruppenleiter*in am MPZPM.
Paris Week: Engere Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen in Erlangen und Paris
Wie kann an der Schnittstelle von Physik und Medizin der nächste Durchbruch in der klinischen Forschung gelingen? Wo liegen die nächsten inhaltlichen und organisatorischen Herausforderungen an dieser Schnittstelle, und welche Schlüsselkompetenzen sind erforderlich, um diese zu bewältigen? Das waren die Fragen, die während der Paris Week vom 15. bis 17. Juli am MPZPM im Mittelpunkt standen.
Die Paris Week brachte 13 weltweit führende Forscher aus Pariser wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem Institut Curie, dem Institut Pasteur und der Sorbonne-Universität mit Teilnehmenden der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), des Max-Planck.Instituts für die Physik des Lichts (MPL), des MPZPM sowie Klinikern des Universitätsklinikums Erlangen (UKER) zusammen. Gemeinsam arbeiteten sie daran, ein Netzwerk für Kooperationen aufzubauen, das die Grenzen der neu entstehenden Schnittstelle zwischen Physik und Medizin erweitert und vom MPZPM angeführt wird. Die wissenschaftlichen Vorträge, ergänzt durch moderierte, themenspezifische Brainstorming-Sitzungen, zielten darauf ab, Themen für gemeinsame Forschungsprojekte sowie mögliche Formate für die Zusammenarbeit von Studierenden und Nachwuchswissenschaftler*innen zu identifizieren.
„Unsere Pariser Kolleginnen und Kollegen waren begeistert und motiviert von der aktiven Beteiligung der Kliniker an der interdisziplinären Arbeit an der Schnittstelle zwischen Physik und Medizin. Dies stärkte das Vertrauen beider Seiten, dass solche Bemühungen zu einem besseren Verständnis und einer besseren Diagnose von Krankheiten und letztendlich zu einer besseren Patientenversorgung führen werden“, sagt Prof. Vasily Zaburdaev, Sprecher des MPZPM und Leiter der Abteilung ›Immunophysik‹, der das Symposium zusammen mit Prof. Benoît Ladoux, Leiter der Abteilung ›Mechanobiologie von Geweben‹, ausrichtete.
Physics meets Medicine: Nachwuchsforscher*innen präsentieren ihre Arbeit
Die nächste Generation aufstrebender Wissenschaftler*innen kam vom 20. bis zum 21. Juli am MPZPM zusammen. Das Symposium Physics meets Medicine eröffnete den elf Wissenschaftler*innen die Perspektive, als Forschungsgruppenleiter*in am MPZPM die Forschung an der Schnittstelle zwischen Physik und Medizin aktiv mitzugestalten und voranzutreiben.
In den Vorträgen spiegelte sich die gesamte Vielfalt der Biophysik: Von der Physik hinter Neurodegeneration über die Navigationsfähigkeit von Immunzellen bis hin zur Erforschung, wie sich Bakterien gegen Feinde behaupten.
Das Zentrum bietet den Kandidat*innen ideale Rahmenbedingungen für ihre Forschungsarbeit: Mit eigenen Büros und Laboren sowie Unterstützung bei der Bewerbung für passende Förderprogramme. Jetzt berät die Kommission über die Auswahl der Kandidat*innen.